Nicht nur lästig......Das Schnarchen und seine Therapie
 
Inhalt:
 
das obstruktive Schnarchen das obstruktive Schnarchen
 
verschiedene Formen, Ursachen und Therapien verschiedene Formen, Ursachen und Therapien
 
Apnoen Apnoen
 
Schlafmediziner Schlafmediziner
 
noch ein paar Ratschläge noch ein paar Ratschläge
 
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Schnarchen, daß die Wände wackeln...

 

 

Bei Lautstärken bis 80 db (A) ist es kein Wunder, daß die Bitte um eine Therapie des Schnarchens meist von den gepeinigten Schlafpartnern geäußert wird.

Kein Zweifel: Schnarchen kann lästig sein, Beziehungskrisen auslösen oder zerstören.

Schnarchen kann aber auch für den Schnarcher selbst gefährlich werden.

 

 

 

das obstruktive Schnarchen

 

Die Formen und Entstehungsarten des Schnarchens sind vielfältig. Ebenso vielgestaltig ist die Therapie. Die häufigste Form des Schnarchens ist sicherlich das obstruktive Schnarchen, hervorgerufen durch Verengungen der oberen Luftwege, vor allem im Bereich der Nase und des Nasenrachens. Diese Form des Schnarchens kann häufig durch eine Beseitigung dieser Einengung geheilt oder zumindest gelindert werden.
 
Dabei wird von oben nach unten vorgegangen, d.h. zunächst werden die Atemhindernisse im Bereich der Nase beseitigt. Die Diagnostik der Atemhindernisse in der Nase ist schwierig und bedarf einer sehr sorgfältigen Untersuchung. Nicht selten engen eine verbogene Nasenscheidewand oder übergroße Nasenschwellkörper (Nasenmuscheln) den Luftstrom durch die Nase ein. Die operative Korrektur dieser anatomischen Besonderheiten bilden einen ersten Schritt bei der operativen Therapie des Schnarchens. Jedoch tragen nicht nur die Nasenscheidewand oder die Nasenschwellkörper zur Erhöhung des Atemwiderstands bei. Häufig sind es die seitlichen, knorpeligen Nasenwände, die im Atemstrom instabil werden und den Luftstrom umsomehr behindern, je stärker wir Luft holen. Äußeres Zeichen für diese, leider oft übersehene, Instabilität der seitlichen Nase ist das Zusammenfallen der Nasenflügel bzw. der Nasenöffnungen beim Einatmen. Wenn ein sog. Nasenpflaster, welches von außen auf die Nase geklebt wird, deutliche Erleichterung bringt, so ist eine abnorme Weichheit der seitlichen Nasenknorpel wahrscheinlich. Diese kann heute mittels spezieller Operationstechniken behoben werden.
 
Eine umfassende, von erfahrener Hand ausgeführte, Therapie der Nasenatmungsbehinderung kann in vielen Fällen bereits zu einer Linderung, manchmal sogar zu einer Heilung des Schnarchens führen.

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verschiedene Formen, Ursachen und Therapien

 

Häufig besteht bei Schnarchern ein übergroßer weicher Gaumen mit einem stark verlängerten Zäpfchen, nicht selten auch große Gaumen- oder Rachenmandeln. Hier kann eine Straffung des weichen Gaumens und eine Kürzung des Zäpfchens helfen. Dieser Eingriff wird meist ambulant in Narkose entweder auf herkömmliche Art oder mit dem Laser durchgeführt. Die neueste Entwicklung ist das Ultraschallskalpell; mit diesem entstehen weniger hoher Temperaturen am Gewebe als bei Anwendung des Lasers.
 
Ein wesentlicher Bestandteil bei der Diagnostik und Therapie des Schnarchens ist häufig die Mitwirkung des Kieferchirurgen. Nicht selten führen Fehlstellungen des Unterkiefers zu einer Rückverlagerung der Zunge und der vorderen Halsweichteile mit einer daraus folgenden Einengung des Luftweges. Der Kieferchirurg ist durch probeweises Anpassen spezieller Bißschienen in der Lage, diese Ursache des Schnarchens entweder zu bestätigen oder auszuschließen und im Bedarfsfalle nicht-operative oder operative Behandlungsmethoden vorzuschlagen
 
Die operativen Therapiemethoden des Schnarchens sind heute weit entwickelt und bieten, wenn sie von kundiger Hand durchgeführt werden, eine beträchtliche Chance, zu einer Linderung oder gar Beseitigung des Schnarchens zu führen. Es gibt jedoch keine Erfolgsgarantie!
 
Weitere wichtige, Ursachen des Schnarchens sind Übergewicht, abendlicher Alkoholkonsum, exzessives Rauchen oder Stoffwechselerkrankungen. Eine operative Therapie des Schnarchens ist erst dann sinnvoll, wenn der Patient durch eigene Mitwirkung hilft, diese Ursachen des Schnarchens zu beseitigen.

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Apnoen

 

Durch die zeitweilige völlige Verlegung des Atemrohres kann es im Lauf der Jahre zu kompletten Atemstillständen (Apnoen) während des Schlafes kommen. In diesen "Apnoe-Phasen" kommt es nicht selten zum dramatischen Abfall der Sauerstoffkonzentration im Blut. Ein alarmierendes Symptom dieses Atemstillstandsschnarchens ist die ausgeprägte Tagesmüdigkeit, die nicht selten z.B. zu Unfällen während der Arbeitszeit oder beim Autofahren geführt hat. Werden diese Apnoen nicht rechtzeitig diagnostiziert und behandelt, so drohen bleibende schwere Körperschäden u.a. von seiten des Herz-Kreislaufsyystems oder der Lunge mit einer erheblich verkürzten Lebenserwartung.
 
Eine weitere, seltenere, Form der Apnoe ist die sog. "zentrale" Apnoe. Sie beruht nicht auf einer mechanischen Einengung der Atemwege, sondern resultiert aus einer Unterbrechung des vom Gehirn gesteuerten Atemantriebs. Die oben besprochenen operativen Therapiemethoden führen hier nicht zum Ziel. Hier greifen andere Behandlungsarten. Wenn nächtliche Sauerstoffabfälle im Blut zur Gefahr werden und eine operative Therapie nicht möglich ist, muß der Atemweg auf andere Weise vor dem "Zusammenfallen" bewahrt werden. Dies geschieht heute durch die sog. CPAP- Therapie. Dabei wird mittels einer elektrischen Luftpumpe und einer Atemmaske ein kontinuierlicher Luftstrom durch die Nase erzeugt, welcher das Atemrohr des Patienten offenhält und so die gefährlichen Apnoen verhindert.

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Schlafmediziner

 

Die Therapie des Schnarchens ist komplex und schwierig, weil es so viele Ursachen des Schnarchens gibt. Verschiedene Fachdisziplinen wirken daran mit. Es hat sich bewährt, speziell ausgebildete Fachärzte (Schlafmediziner) mit der Diagnostik der verschiedenen Schnarchformen zu betrauen. Meist handelt es sich dabei um besonders ausgebildete Fachärzte für Lungenheilkunde. Diese übernehmen nachdem die Diagnostik zu Hause oder im Schlaflabor erfolgt ist, die Organsation der weiteren fachärztlichen Therapie z.B. durch den Hals-Nase-Ohrenarzt oder den Kieferchirurgen. Sollte eine CPAP-Therapie nötig sein, so führen die Schlafmediziner diese Therapie durch.

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Zum Schluß noch ein paar Ratschläge an unsere Patienten:

 

Die Therapie des Schnarchens erfordert ein beträchtliches Maß an Mitwirkung durch den Patienten sowie viel Erfahrung auf seiten des behandelnden Mediziners. Vertrauen Sie nicht blind auf "Wundermittel" oder "neue" Methoden, wie sie häufig in Werbesendungen in den Medien angepriesen werden. Lassen Sie sich die Wirkungsweisen und Erfolgsaussichten der vorgeschlagenen Therapien ausführlich erläutern. Holen Sie, wenn Sie nicht sicher sind, eine "zweite Meinung" ein.

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