Die abstehende Ohrmuschel
 
Inhalt:
 
 
Wie kommt es zu abstehenden Ohren? Wie kommt es zu abstehenden Ohren?
 
Wie sieht die operative Therapie aus? Wie sieht die operative Therapie aus?
 
 
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Wie häufig kommen Fehlstellungen der Ohrmuschel vor?

 

Abstehende Ohrmuscheln, auch apostasis otum genannt, kommen bei ca. 5% der Bevölkerung vor. Sie sind häufig erblich bedingt.
 
Wenn dieser Mißbildung auch kein körperlicher Krankheitswert zukommt, so beeinträchtigt sie doch oft die Psyche erheblich: Vor allem Kinder sind häufig ständigen Hänseleien ausgesetzt und entwickeln Verhaltensstörungen bis hin zur Neurose. Letzteres trifft nicht selten auch für Erwachsene zu.

 

Wie kommt es zu abstehenden Ohren?

 

Die abstehende Ohrmuschel entsteht durch eine Knorpelfehlentwicklung während der Embryonalzeit. Am häufigsten ist die sogenannte Anthelix fehlgebildet. Durch eine zu stark entwickelte Knorpelschüssel (Concha) steht die gesamte Ohrmuschel zu weit vom Kopf ab und ist insgesamt vergrößert.

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Wie sieht die operative Therapie aus?

 

Ziel der operativen Ohranlegung ist es, eine möglichst natürlich wirkende Anthelixfalte zu bilden und das Ohr auf eine normale Größe zurückzuführen.
 
Eine Operationsmethode muß also neben der Rückverlagerung der Ohrmuschel auch die Verkleinerung der überentwickelten Concha bewerkstelligen.
 
Es hat über ein Jahrhundert gedauert, Operationsmethoden zu entwickeln, welche eine natürliche Ohrmuschelform ohne die Bildung von sichtbaren Knorpelkanten oder Narben zu erreichen
 
Die kürzlich über die Medien propagierte "neue" "Fadenmethode ohne Hautschnitt" ist für viele Ohrmuschelfehlstellungen ungeeignet.
 
Bei der heute gängigen und tausendfach bewährten Operationsmethode wird ein später unsichtbarer Schnitt auf der Rückseite der Ohrmuschel gelegt, die Conchaschüssel auf normale Größe gebracht und durch spezielle Nähte ein normales Knorpelrelief der Ohrmuschel erzeugt.
 
Da diese sehr schonende Methode den Knorpel weitgehend intakt läßt, kann der Ohrverband meist schon am 2. bis 4. Tag abgenommen werden. Für einige Tage werden dann noch nachts Ohrenklappen getragen.
 
Der Eingriff wird ambulant entweder in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose durchgeführt.
 
Die Operationsmethode ist sehr sicher. Komplikationen, wie Nachblutungen, Narbenbildungen oder Infektionen treten nur sehr selten auf.

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