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Warum schaden vergrößerte Rachenmandeln?
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Wie sieht die Therapie aus?
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Die Rachenmandel, auch Polypen, Wucherungen oder Adenoide genannt, befindet sich im Nasenrachen zwischen den beiden Öffnungen der Ohrtrompete.
Es handelt sich dabei nicht um die üblicherweise als solche bezeichneten "Mandeln"!
Die Rachenmandel ist bei fast allen Kindern bis zum 12. Lebensjahr vorhanden. In vielen Fällen vergrößert sie sich zu dicken, chronisch entzündeten Wülsten und kann so zu erheblichen Beschwerden und ernsten Erkrankungen des Kindes führen.
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Warum schaden vergrößerte Rachenmandeln?
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Die vergrößerten Rachenmandel verschließt den Nasenrachen und macht die für die Kinder so wichtige ungehinderte Nasenatmung unmöglich. Ein ständiger, z.T. eitriger Schnupfen ist die Folge.
Da die nächtliche Nasenatmung behindert ist, beginnen viele der Kinder zu schnarchen. Während man beim Erwachsenen dem gefährlichen Sauerstoffmangel-Schnarchen (Schlafapnoe) große Aufmerksamkeit widmet, wird oft vergessen, daß nicht wenige der Kinder mit vergrößerter Rachenmandel ähnlich gefährliche Symptome zeigen.
Durch das Einatmen der nun nicht mehr durch die Nase vorgewärmten, gereinigten und angefeuchteten Luft kommt es zu chronischen Entzündungen der Luftwege (z.B. chronische Bronchitis)
Da die vergrößerte Rachenmandel die Belüftung des Mittelohres behindert, leiden viele dieser Kinder unter ständigen Mittelohrentzündungen und Höreinbußen.
Durch ständig schlechtes Hören kann es zu Sprachproblemen kommen.
Da durch die chronische Mundatmung die Zunge nicht mehr bei der regelrechten Ausformung des Oberkiefers mithilft, können diese Kinder, falls sie nicht rechtzeitig behandelt werden, Fehlbildungen des Oberkiefers erleiden ("Polypengesicht").
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Wie sieht die Therapie aus?
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Lassen Sie sich nicht damit vertrösten, dass die Rachenmandel sich mit dem 12. Lebensjahr zurückbildet.
Kinder mit vergrößerter Rachenmandel sind oft ernsthaft krank und müssen unverzüglich behandelt werden!
Nasentropfen, ständige Antibiotikagaben und sonstige häufig angewandte Therapien können die Vergrößerung der Adenoide und die daraus oft entstehenden Folgen meist nicht auf Dauer verhindern.
Die einzig wirksame und sinnvolle Therapie der vergrößerten Rachenmandel ist ihre operative Entfernung.
Der Eingriff wird in einer kurzen Vollnarkose ambulant durchgeführt.
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